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CIfA German Group

Leitfaden zur Kontinuierlichen Beruflichen Weiterbildung

Die Kontinuierliche Berufliche Weiterbildung (KBW; Continuing Professional Development CPD) erlaubt Ihnen die Weiterentwicklung Ihrer Fähigkeiten über Ihre ganze Berufslaufbahn hinweg. Sie bleiben „auf der Höhe der Zeit“ und verbessern Ihre eigene fachliche und berufliche Praxis. Die ununterbrochene Teilhabe am ständig wachsenden Wissensschatz stellt sicher, dass das Fachpersonal stets professionell und im Sinne einer „Best Practice“ agiert. Der Erfahrungsaustausch zwischen Berufsarchäolog*innen verbessert zudem die beruflichen Standards und fördert nicht nur
die Entwicklung des Faches, sondern zieht auch Nachwuchs in die Archäologie. Das Fördern und Verbessern der eigenen Kompetenz ist ein wichtiger Teil Ihrer CIfA-Mitgliedschaft als PCIfA, ACIfA oder MCIfA. Mit Ihrem Bekenntnis zum ethischen Kodex des CIfA haben Sie sich dazu
verpflichtet, für Sie geeignete Kurse und Weiterbildungen zu besuchen, die Ihnen Kompetenzerweiterung und lebenslanges Lernen garantieren.
CIfA bietet eine Vielzahl von Optionen, um Ihnen zu helfen, Ihre Kontinuierliche Berufliche Weiterbildung (KBW) zu gestalten und Ihre Lernaktivitäten zu reflektieren und zu dokumentieren. Im Besonderen steht Ihnen zur Planung Ihrer künftigen beruflichen Weiterentwicklung Ihr Persönlicher Weiterbildungsplan (PWP; Personal Development Plan PDP) zur Verfügung.

KBW-Anforderungen an Mitglieder

Alle akkreditierten Mitglieder müssen:

  • innerhalb von zwei Jahren mindestens 50 Stunden persönliche berufliche Weiterbildung nachweislich absolviert haben.
  • einen Persönlichen Weiterbildungsplan (PWP) führen (siehe unten).
  • alle Ihre KBW-Maßnahmen in einem KBW-Protokoll dokumentieren (siehe unten).

Anmerkung: Sie können das englischsprachige Protokoll online in Ihrem Account unter https://www.archaeologists.net/online-cpd-log nutzen oder das deutschsprachige Offline-Formular verwenden (siehe unten). Bitte nutzen Sie zum Ausfüllen des jeweiligen Formulars die dort
verwendete Sprache.

Persönlicher Weiterbildungsplan (PWP)

Ihren Persönlichen Weiterbildungsplan (PWP) gestalten Sie selbst. Er beschreibt Ihre beruflichen Lernziele für die nächsten zwei Jahre und sollte Folgendes enthalten:

  • Ihre beruflichen Lernziele für die nächsten zwei Jahre, z.B. Vertiefung der Materialkenntnis bestimmter Epochen, Erlernen neuer Technologien oder Erweiterung Ihrer Fähigkeiten im Bereich Projektorganisation
  • Angaben, in welchem Umfeld bzw. auf welche Art und Weise Sie diese Fähigkeiten erwerben wollen, beispielsweise in Lehrinstitutionen, bei Kursen öffentlicher Einrichtungen oder autodidaktisch

Das Formular für Ihren Persönlichen Weiterbildungsplan (PWP) finden Sie hier: PWP Formular [doc] (Deutsch) sowie online unter https://www.archaeologists.net/development/cpd  (nur in Englisch).

Ausgefüllte Muster sind abgelegt unter:
PWP Formular Muster [pdf] (Deutsch)
oder https://www.archaeologists.net/sites/default/files/CIfA%20PDP%20example.pdf  (Englisch).

Protokoll Ihrer Kontinuierlichen Beruflichen Weiterbildung/KBW-Protokoll

Das KBW-Protokoll dient zur Dokumentation und zum Nachweis Ihrer Kontinuierlichen Beruflichen Weiterbildung (KBW). Sie tragen alle Tätigkeiten in Ihrem KBW-Protokoll ein, die Ihnen helfen, die Lernziele, die Sie sich selbst im PWP (Persönlicher Weiterbildungsplan) gesetzt haben, zu erreichen. Das Formular zur Erstellung Ihres persönlichen Protokolls zur kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung (KBW-Protokoll) finden Sie hier:

KBW-Protkoll [doc] (Deutsch)
Ein ausgefülltes Muster ist abgelegt unter:
KBW-Protokoll Muster [pdf] (Deutsch).

Was zählt als KBW?

CIfA ist vom Prinzip der individuellen beruflichen Weiterbildung überzeugt. Das bedeutet, dass Sie das Format Ihres Trainings oder Lernens selbst auswählen, sodass dieses zu Ihren im Persönlichen Weiterbildungsplan (PWP) gesetzten übergeordneten Zielen passt. Sie selbst tragen die Verantwortung dafür, dass Sie Ihre Ziele konsequent und ehrlich verfolgen. Das heißt auch, dass Sie, wenn Sie zum Beispiel für zwei Tage an einer Tagung teilnehmen, von der aber nur eine einstündige Sitzung für Ihren PWP direkt relevant ist, auch nur diese Sitzung in Ihrem KBW-Protokoll eintragen.

Unter persönlicher Weiterbildung versteht CIfA:

  • Lernen Zuhause
  • Lernen am Arbeitsplatz
  • Kurse des eigenen Arbeitgebers
  • Kurse externer Anbieter
  • Vorbereitende Recherche nach Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Teilnahme an Konferenzen
  • Eigene Forschungsarbeit (z. B. für Vorträge oder Publikationen)

KBW-Vorschläge_Grafik

Fünf Ratschläge zur Planung Ihrer eigenen beruflichen Weiterbildung bzw. zur Definition Ihrer Weiterbildungsziele

  • Aktualisierung – überarbeiten Sie Ihren Persönlichen Weiterbildungsplan (PWP) regelmäßig (wir empfehlen alle sechs Monate), um ihn Ihren aktuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten gemäß zu gestalten.
  • Information – informieren Sie Ihren Arbeitgeber, dass Sie einen PWP haben und nehmen Sie ihn zum nächsten Mitarbeitergespräch mit. Wenn Sie selbstständig sind, müssen Sie als Arbeitgeber UND Arbeitnehmer handeln und sich entsprechend Zeit für die Ermittlung Ihres Weiterbildungsbedarfs UND die Durchführung zugehöriger Maßnahmen nehmen – umso wichtiger, dass Sie beides in Ihren Kalender eintragen!
  • Dokumentation – stellen Sie sicher, dass Sie jede Lernmöglichkeit, die Sie wahrnehmen, in Ihrem KBW-Protokoll dokumentieren. Dafür stellt CIfA die besagte Vorlage zur Verfügung (siehe oben), aber Sie können auch alles andere verwenden – ein Tagebuch, eine Kalkulationstabelle, ein Notizbuch – es gibt auch Apps für Smartphones und Tablets - oder Sie können das KBW-Onlineformular im Mitgliederbereich benutzen (siehe oben).
  • Portfolio – es ist sinnvoll, alle erworbenen Zertifikate zu sammeln und zu archivieren, für den Fall, dass sie jemand sehen möchte, und alle Kursunterlagen und Kursmitschriften
    aufzubewahren, damit Sie sie auch künftig nutzen können.
  • Überprüfung – richten Sie sich einen regelmäßigen Prüfrhythmus für Ihren PWP und Ihr KBW-Protokoll ein und sorgen Sie dafür, dass beide aktuell und relevant für die eigenen
    Fortbildungsziele sind.

Gern können Sie CIfA bei Fragen kontaktieren – oder Sie nehmen Kontakt zu einer Person auf, die gerade auch an ihrem PWP oder KBW-Protokoll arbeitet. 

KBW-Materialien

CIfA stellt eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, KBW-relevante Weiterbildung zu erhalten, darunter E-Learning-Module (https://www.archaeologists.net/elearning), eigene Publikationen mit weiterbildenden Themen (z. B. Arbeitspapiere zur Berufspraxis https://www.archaeologists.net/publications/papers und https://www.archaeologists.net/weitereinformationen, die CIfA-Leitfäden https://www.archaeologists.net/codes/cifa, die Zeitschrift „The Archaeologist“ etc.) sowie Konferenzen https://www.archaeologists.net/events (Englisch) und Veranstaltungen (Deutsch). Auch die Mitarbeit in Komitees wie im CIfA Deutschland Vorstand und Beirat und in den verschiedenen Arbeitskreisen,. sowie im CIfA Beirat (Advisory Council https://www.archaeologists.net/organisation/council) bietet vielfältige Möglichkeiten für Ihre berufliche Weiterbildung, z. B. durch die dort durchgeführten Projekte und den Erwerb von „Soft Skills“. Wenn Sie über die aktuellen KBW-Angebote von CIfA mehr erfahren möchten, kontaktieren Sie bitte Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Englisch) oderDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Deutsch).

KBW-Tagebücher

Wenn Sie mehr über die persönlichen Erfahrungen von Mitgliedern mit ihrer KBW erfahren möchten, finden Sie Erfahrungsberichte unter My CPD (Englisch).

 

FAQ zur KBW

Ich bin neues CIfA-Mitglied. Wann beginnt meine Pflicht zur beruflichen Weiterbildung?

Auch neu akkreditierte Mitglieder verpflichten sich als Teil der Akkreditierungsanforderungen zur kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung. Diese sollte ab dem Zeitpunkt des Eintritts nachvollziehbar dokumentiert und angestrebt werden. Stichprobenartig werden die KBW Unterlagen der Mitglieder überprüft – hiervor sind Sie aber bis mindestens 12 Monate nach Ihrem Eintritt ausgenommen. CIfA motiviert auch nicht-akkreditierte Mitglieder dazu, ihre berufliche Weiterbildung zu dokumentieren.

Wie oft muss ich meine KBW-Unterlagen zur Prüfung vorlegen?

Die KBW-Dokumente akkreditierter Mitglieder werden höchstens einmal in fünf Jahren geprüft, es sei denn, Sie bewerben sich innerhalb dieses Zeitraumes für einen höheren Akkreditierungsgrad. In diesem Falle werden Ihre Unterlagen im Rahmen des Akkreditierungsverfahrens geprüft.

Ich nehme zwei Tage an einer Konferenz teil – zählt die gesamte Zeit als KBW-Stunden?

In Ihr KBW-Protokoll sollte nur die Zeit von Aktivitäten einfließen, die in direktem Bezug zu Ihren aktuellen Lernzielen stehen. Sie sollten also in diesem Falle entscheiden, wie viel von der Konferenz – Sitzungen, Vorträge, Diskussionen etc. – wirklich dem Erreichen dieser Ziele dienen und nur diese Zeit im KBW-Protokoll übernehmen.

Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber kein Interesse zeigt, mir bei der Umsetzung meiner Weiterbildung behilflich zu sein?

Berufliche Weiterbildung ist im Grunde eine persönliche Verpflichtung jedes/-r Berufstätigen, unabhängig davon ob er/sie angestellt ist oder nicht. Es sollte jedoch auch im Interesse des Arbeitsgebers sein, eine fähige und motivierte Belegschaft zu haben. Viele Unternehmen haben deshalb bereits Leitlinien zur Weiterbildung und bieten die Möglichkeit, solche Themen bei Mitarbeitergesprächen anzusprechen.

Ich nehme am Arbeitsplatz an einer jährlichen Personalentwicklungsmaßnahme/ Mitarbeiterbeurteilung teil. Kann ich diese einreichen?

Es ist möglich, vorhandene Dokumentvorlagen Ihres Arbeitgebers für Ihre KBW-Dokumentation zu verwenden, aber Sie müssen überprüfen, ob diese Dokumente die KBW-Anforderungen von CIfA erfüllen. Sie sollten anhand des CIfA KBW-Protokolls vergleichen, welche Anforderungen in den vorliegenden Dokumenten bereits erfüllt sind, und die Dokumente, wenn nötig, ergänzen oder anpassen.

Ich bin ein(e) selbstständige(r) Archäologe/-in oder ein Ein-Mann/Frau-Unternehmen und habe weder Zeit noch Geld, häufiger an Weiterbildungskursen oder Konferenzen teilzunehmen. Was zählt sonst noch als berufliche Weiterbildung?

Obwohl die berufliche Weiterbildung einen gewissen Zeitaufwand erfordert, sind viele Lernaktivitäten wie Lesen oder Forschen zumindest kostenlos und können in Ihrer Freizeit
ausgeführt werden. KBW deckt aber auch neue Inhalte und Fähigkeiten ab, denen Sie während Ihrer Arbeitszeit begegnen oder die Sie erwerben bzw. entwickeln. Sie können all Ihre Aktivitäten protokollieren, die Ihnen helfen, Ihre KBW-Ziele zu erreichen, egal wie lange sie dauern oder wie oft Sie diese durchführen.

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