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CIfA German Group

Tagungen

 

Unterbezahlt und ungeschützt? Lohnuntergrenzen und Arbeitssicherheit in der Archäologie

Jahrestagung 2022 von CIfA Deutschland

Bis auf weiteres plant CIfA Deutschland seine Jahrestagung 2022 als Präsenzveranstaltung. Sie findet am Freitag, den 17. Juni 2022 in Frankfurt /M. im IG-Farben-Haus statt. Für Samstag, 18. Juni, bereiten wir gemeinsam mit der DGUF eine Archäologie-Messe / Berufsmesse vor.

Inhaltlich stellen wir zwei Themen in den Fokus unserer Jahrestagung: Lohnuntergrenzen und Arbeitssicherheit. Wie viel ist meine Arbeit wert und wie viel Lohnforderung kann ein Unternehmer in der Archäologie realistisch umsetzen? Wie kann man sich selbst und seine Mitarbeiter im weiten Berufsfeld der Archäologie finanziell, aber auch im Sinne der Arbeitssicherheit absichern? Wie lässt sich auch die Fürsorge für die (eigene) psychische Gesundheit in den Berufsalltag integrieren? Diesen Fragen widmet sich die Jahrestagung des Berufsverbands CIfA Deutschland, mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in der Archäologie gemeinsam mit den in der Archäologie Tätigen zu verbessern. Um das zu erreichen, werden die Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet: von Arbeitnehmern einer Grabungsfirma, von Studierenden, von Arbeitgebern. Wir diskutieren die verschiedenen Forderungen im Hinblick auf faire Bezahlung und Arbeitsschutz und gehen der Frage nach, wie jeder selbst seinen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Archäologie leisten kann. Neben Vorträgen und Impulsreferaten wird Raum für Diskussionen und Fragen geboten.

Die Tagungsteilnahme ist kostenlos und setzt keine Mitgliedschaft bei CIfA Deutschland voraus. Eine vorherige Anmeldung bis spätestens 10. Juni mit Name und E-Mail-Adresse an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. ist erforderlich.

Programm

17. Juni, 9 - 12 Uhr: Arbeitssicherheit

Arbeitsschutz geht weit über das Tragen eines Bauhelmes und von Sicherheitsschuhen auf der Grabung hinaus: Gesetzliche Regelungen, Verantwortungen, Versicherungsfragen, Erste-Hilfe und auch die psychische Gesundheit sind Themen, die jenseits der Archäologie selbstverständlich sind und viel Beachtung finden. Das Thema Arbeitssicherheit betrifft alle, nicht nur die Privatwirtschaft - auch Studierende auf einer Lehrgrabung, Uni-Dozent:innen, Museumsmitarbeiter:innen oder technische Angestellte in der Labor-Archäologie. Zur Mitwirkung an der Tagung eingeladen sind deshalb Vertreter von Organisationen und in der Archäologie Tätige, die sich als Expert:innen mit den Schwierigkeiten rund um das Thema Sicherheit auskennen und Lösungswege aufzeigen können - und vor allem auch Archäolog:innen, die mehr über das Thema Arbeitssicherheit erfahren wollen.

Vorträge

  • Mathias Büter (Fachkraft für Arbeitssicherheit, ETA Siemer): Arbeitssicherheit auf archäologischen Ausgrabungen.
  • Andreas Siemer (Geschäftsführer u. Inhaber ETA Siemer GmbH): Elektrosicherheit für die Archäologie.
  • Melanie Zobl (Geschäftsleitung Archäograph - Archäologische Dienstleistungen Melanie Zobl M.A.): Arbeitssicherheit und psyschiche Belastung auf Rettungsgrabungen im Spannungsfeld zwischen bauseitigen und archäologischen Interessen.
  • Jasmin Köhler & Nico Dührkoop (DASV): Arbeitssicherheit und sichere Arbeit. Eine studentische Perspektive auf Sicherheitsvorschriften und sichere Arbeitsplätze in der Archäologie.

Anschließend: Fishbowl / offene Diskussionsrunde: Wer ist eigentlich für die Arbeitssicherheit verantwortlich?

17. Juni, 14 - 16 Uhr: Lohnuntergrenzen

Das Aushandeln einer fairen und angemessenen Bezahlung für alle in der Archäologie Tätigen ist ein komplexes Thema, das immer wieder für hitzige Diskussionen und große Unzufriedenheiten sorgt. Einigkeit besteht jedoch darin, dass das Gehaltsniveau in der privatwirtschaftlichen Archäologie Deutschlands unangemessen niedrig ist. Organisiert und moderiert von CIfA Deutschland haben Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen im Jahr 2021 erstmalig für die deutsche Archäologie nach Verantwortung gestaffelte Lohnuntergrenzen definiert, die seit Jan. 2022 umgesetzt werden. Wie 2021 vereinbart, sollen die Gehälter und deren Aushandeln im Rahmen der CIfA-Tagung sowohl von Arbeitgeber:Innen als auch Arbeitnehmer:Innen erneut diskutiert werden, um die erstmals getroffene Vereinbarung fortzuführen und ggf. für 2023 anzupassen. Beide Seiten vertreten hier ihre Standpunkte und sprechen offene Punkte und Schwierigkeiten an. Auch andere Blickwinkel, wie z.B. die von Studierenden oder Landesämtern können in Betracht gezogen werden. Ziel ist es, auch 2022 eine gemeinsame Beschlussvorlage von Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen zu schaffen, welche der Mitgliederversammlung von CIfA Deutschland vorgelegt werden kann.

Vorträge

  • Gerry Wait & Pete Hinton (CEO CIfA): How salary benchmarking worked in UK archaeology.
  • CIfA AK Arbeitnehmer: Bericht über "Lohnuntergrenzen für die deutsche Archäologie".
  • CIfA AK Archäologiefirmen: Bericht über "Lohnuntergrenzen für die deutsche Archäologie".

World Café (d.h. offene, strukturierte Diskussion) zum Thema Lohnuntergrenzen.

Hinweis: Mitgliederversammlung CIfA Deutschland

Die jährliche Mitgliederversammlung wird nicht im Kontext der CIfA-Tagung stattfinden, sondern voraussichtlich im Juli/August 2022 als Online-Veranstaltung. Sobald genaueres entschieden ist, werden alle CIfA-Mitglieder informiert.

Stand: 20. April 2022

Veranstaltungen

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